Möglichkeiten, die Gegenwart auszudrücken

Möglichkeiten, die Gegenwart auszudrücken

Dieser Leitfaden zeigt kurz und verständlich, welche englischen Zeitformen und Wendungen die Gegenwart ausdrücken – inklusive typischer Beispiele und praktischer Abgrenzungen.

Hallo! Ich bin Bernd Kapori, angewandter Linguist und seit 18 Jahren Englischlehrer.

Hier lernst du in 5 Minuten, wie man die englische Gegenwart ausdrückt.

💡 Bernds Praxis-Tipp: „Achte bei der Gegenwart weniger auf das „Jetzt“-Wort, sondern auf die Aussageabsicht: Geht es um Gewohnheiten (Present Simple), um etwas Gerade-Laufendes (Present Progressive) oder um ein Ergebnis/Zeitraum bis heute (Present Perfect)?“

Zuletzt aktualisiert: Januar 2026

Welche Ausdrücke und Formen gibt es, um die Gegenwart auszudrücken?

Um die Gegenwart darzustellen, bietet die englische Sprache verschiedene Möglichkeiten. Einerseits können das die typischen Present Tenses sein, andererseits gibt es auch weitere Zeitstufen, die sich auf die Gegenwart beziehen können.

Die entscheidende Regel

Wähle die Form der Gegenwart nach der Bedeutung: Present Simple für Gewohnheiten und allgemeine Fakten, Present Progressive für gerade ablaufende Handlungen, Present Perfect für Vergangenes mit Bezug zur Gegenwart (Zeitraum bis jetzt oder aktuelles Ergebnis).

Vergleiche die Möglichkeiten nun im Detail:

Die Present-Tenses

Die übliche Variante sind selbstverständlich die Present Tenses, welche in ihrer Bedeutung bereits die Gegenwart abbilden. Dafür werden sie auch am meisten verwendet (Bezüge auf andere Zeiten sind jedoch möglich!). Man unterteilt hier zusätzlich noch in Simple- und Continuous-Formen (vergleiche dazu die Unterscheidung im Detail):

Nelson always has the best ideas.

Nelson hat immer die besten Ideen.

generelle Aussage für sich wiederholende Dinge

The students are reading books at the moment.

Die Studenten lesen gerade Bücher.

Mit der ing-Form wird in diesem Beispiel der momentan ablaufende Vorgang dargestellt.

Die Present-Perfect-Tenses

Eine weitere Option für die Gegenwart ist das Present Perfect. Obwohl dieses Zeiträume aus der Vergangenheit bis jetzt darstellt, bezieht es sich im Schwerpunkt doch auf Gegenwärtiges. Auch hier kann man Simple und Continuous unterscheiden (hier Genaueres zur Gegenüberstellung):

Pablo and Christine have known each other for years.

Pablo und Christine kennen sich schon seit Jahren.

Der Schwerpunkt liegt in dieser Aussage auf der Tatsache, dass sich die beiden noch kennen.

It has been raining for hours.

Es regnet schon seit Stunden.

Auch hier hält der Vorgang des Regnens noch an und drückt somit Gegenwärtiges aus.

Die Phrase have got

Eine kleine Besonderheit ist die Wendung have got für Besitz. Grammatisch gesehen bezieht sich diese Form auf die Vergangenheit (und gehört zum Present Perfect), in der Praxis wird aber auf jeden Fall die Gegenwart ausgedrückt:

My neighbours have got a second house on the coast.

Meine Nachbarn haben ein zweites Haus an der Küste.

Wichtig in dieser Aussage ist, dass sie das Haus jetzt besitzen.

I’ve got three brothers.

Ich habe drei Brüder.

Diese Tatsache gilt heute noch.

Welche weiteren Zeitformen gebraucht für die Gegenwart?

Neben den oben genannten regulären Gegenwartszeiten ist es außerdem möglich, einzelne weitere Zeitformen für Gegenwärtiges zu verwenden. Das sind im Detail die folgenden:

If-Sätze für die Gegenwart

Obwohl es sich um irreale Darstellungen handelt, können sich bestimmte if-Sätze ebenfalls auf die Gegenwart beziehen. Die Aussage würde bzw. könnte jetzt passieren, wenn ein bestimmtes Ereignis eintreten würde:

If it stops raining soon, I will go jogging.

Wenn es bald aufhört zu regnen, gehe ich laufen.

Hier handelt es sich um einen if-Satz Typ 1.

If I had enough time, I would cook for you.

Wenn ich genug Zeit hätte, würde ich für dich kochen.

Das ist ein if-Satz Typ 2 (unrealistischer als Typ 1).

Will für die Gegenwart

In speziellen Fällen kann man auch das Hilfsverb will (welches eigentlich für die Zukunft bestimmt ist) für die Gegenwart einsetzen, obwohl es sich dabei grammatisch gesehen um die Zukunft (Future Simple) handelt. Dabei wird ausgedrückt, dass etwas im Jetzt, also in der Gegenwart, nicht eintreten soll, möchte oder tatsächlich ›will‹. In sehr vielen Fällen sind vom Sinn her Verneinungen nötig:

Could you help me, Jack? My car won’t start.

Könntest du mir helfen, Jack? Mein Auto springt nicht an.

Hier wird das Hilfsverb will zusammen mit not zur Kurzform won’t verbunden.

This pen won’t write. Can I have yours?

Dieser Stift schreibt nicht. Kann ich deinen haben?

ebenfalls mit verneinter Kurzform won’t

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